Neue Meldepflichten ab Oktober 2014

01.10.2014

Laut Beschluss der Bundesnetzagentur müssen ab dem 1. Oktober 2014 Betreiber von Kraftwerken und Speichern mit einer installierten Leistung ab 10 MW ihre Planungsdaten regelmäßig an die Übertragungsnetzbetreiber melden.

Neben der geplanten Produktion sind die Primär-, Sekundär-, und Tertiärvorhaltung, sowie das freie Redispatchvermögen und die Besicherungsleistung zu senden. Bei jeder erheblichen Planänderung (≥ 10 MW oder 10 % der installierten Leistung) muss die Meldung erneuert werden.

Die Details können der „Festlegung von Datenaustauschprozessen im Rahmen eines Energieinformationsnetzes“ entnommen werden.

Die gemeldeten Daten dienen den Übertragungsnetzbetreibern zur Unterstützung des ERRP (ENTSO-E Reserve Resource Process) und damit zur Verbesserung der Datenlage und zur Unterstützung des Redispatch – letztlich also dem zuverlässigen und stabilen Netzbetrieb.

Die dazu notwendigen Eingriffe sind dramatisch angestiegen. Der Monitoringbericht 2013 der Bundesnetzagentur verzeichnete für das Berichtsjahr 2012 einen Zuwachs der strom- und spannungsbedingten Redispatch-Maßnahmen von über 40 % gegenüber dem vorangegangenen Jahr – dies berichtete die zfk.

Energieversorger unter ständigem Handlungsdruck

Nach REMIT, EMIR und MiFID II kommen damit neue Meldepflichten auf die Unternehmen der Energiewirtschaft zu. Ein Ende ist nicht Sicht. Für Anfang Januar 2015 werden weitere Meldungen an die Markttransparenzstelle diskutiert. Daneben stehen bereits jetzt zahlreiche Erweiterungen oder Änderungen bestehender Meldungen fest.

Die fortlaufende Regulierung der Energiewirtschaft lässt auf diese Weise die Meldepflichten der beteiligten Unternehmen stetig anwachsen. Immer kurzfristiger müssen große Datenmengen in unterschiedlichen Formaten und Granularitäten mit verschiedenen Stellen sicher ausgetauscht werden.

Für die betroffenen Unternehmen ergeben sich dadurch neben erheblichen zusätzlichen Kosten auch laufend neue organisatorische Herausforderungen, die – oft unter erheblichem Zeitdruck – bewältigt werden müssen. Dabei stehen den hohen Aufwänden keine unmittelbaren wirtschaftlichen Erlöse gegenüber. Wertvolle personelle Ressourcen werden durch nicht wertschöpfende Tätigkeiten gebunden.

Organisatorische Flexibilität ist gefragt

Die Grundlage, um diesem Handlungsdruck auch bei zukünftigen Anforderungen standhalten zu können, bilden gut geordnete und weitgehend automatisierte Prozesse. Werden diese mit einer geeigneten IT-Unterstützung kombiniert, können die Kosten und Aufwände für  aktuelle und zukünftige Meldepflichten in Grenzen gehalten werden.

ProCom berät Sie in allen Fragen rund um die Organisation und Abwicklung Ihrer Meldepflichten. Wir sorgen für einen reibungslosen operativen Betrieb durch optimal aufeinander abgestimmte Prozesse und IT-Systeme. Mit den BoFiT-Modulen ERRP und  REMIT unterstützen wir alle fundamentalen Meldepflichten – heute und morgen.

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